Umwelt

Wir schonen unsere Umwelt

Schutz der Gebirgswelt

Grundlagen/Auftrag

Gemäss Clubpolitik und Leitbild (2005) und Art. 3 Abs. 3 seiner Statuten (1996) setzt sich der Schweizer Alpenclub (SAC) nach den darin verankerten Massgaben und nach seinen Möglichkeiten aktiv für den Schutz der Gebirgswelt ein durch Information, Öffentlichkeitsarbeit, Vernehmlassungen und gegebenenfalls durch Interventionen.
Der SAC ist bestrebt, die Belastung der Bergwelt durch seine eigenen Aktivitäten möglichst gering zu halten und einen schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu fördern.
Weitere – konkretere – Vorstellungen zu den Alpen als schützenswertem Raum sind formuliert in den Richtlinien SAC und Umwelt (2002). Dies Document können auf der Geschäftsstelle des SAC in Bern angefordert werden. Die Sektion Baselland des SAC darf auf eine lange Tradition der Unterstützung der genannten Anstrengungen zurückblicken. So ist das „Fördern des Schutzes der Natur und der Gebirgswelt“ auch in den sektionseigenen Statuten festgeschrieben (Art. 2, Zweck).

Ziele

Hauptziele und Arbeitsschwerpunkte auf Sektionsebene sind derzeit:

Hauptausrichtung ist ein verantwortungsbewusster Alpinismus, der auch einen verantwortungsbewussten Umgang mit Natur und Umwelt einschliesst (SAC als „Vorbild“).
Umweltverträgliches Klettern und Naturschutz (vrgl. den Kletterkodex der Interessengemeinschaft Klettern Basel, IG Klettern. Verantwortlich: IG-Delegierter der Sektion Baselland, Patrik Müller, Lausen)
Sensibilisierung für ein Naturverständnis im Sinne des Gastprinzips und daraus folgend noch bewusstere Durchführung von Touren und Kursen (Merkblatt Wintertouren)

Mobilität: Förderung des öffentlichen Verkehrs (SBB, Alpentaxi-Broschüre von Mountain Wilderness etc.)

Die Ziele sollen erreicht werden durch:

  • Verbreitung von Informationen und Dokumentationen (informierend, anregend und motivierend) in den Clubnachrichten, an Tourenleiter und an weitere Interessierte.
  • Organisation von Vorträgen, Exkursionen und Kursen (vrgl. das Programm der Sektion)
  • Kontakte zu anderen Sektionen und zur Kommission Schutz der Gebirgswelt im Zentralvorstand

An der Mithilfe Interessierte (ob Mitglied im SAC oder nicht) können mit dem Umweltbeauftragten Kontakt aufnehmen.

Roman Meier, Schwerzgrubstrasse 11, 8903 Birmensdorf ZH, Tel.044 463 24 45

Wintertourenkodex

Regeln und Tipps für naturverträgliche Wintertouren für Gruppenleiter und selbstständige Tourengeher/-innen

Planen der Tour

Naturschutz
Respektiere bestehende Wildschon- und weitere Schutzgebiete.
Plane Touren wenn möglich auf bestehenden Routen.
Vermeide den touristischen Einsatz von motorisierten Hilfsmitteln (z.B. Helikopter, Motorschlitten) in der unberührten Natur.

Fauna
Vermeide die Dämmerungszeit, denn zu diesem Zeitpunkt sind viele Tiere besonders störungsanfällig.
Lasse deinen Hund nach Möglichkeit zu Hause.

Naturerlebnis
Bevorzuge kleine Gruppen.
Bereite die Tour auch aus naturkundlicher und kultureller Sicht vor, um eine vertiefte Beziehung zum Gebiet aufzubauen.

Anreise zur Tour

Benutze möglichst öffentliche Verkehrsmittel und Alpentaxis, oder bilde ausgelastete Fahrgemeinschaften.
Halte Fahrverbote ein, benutze ausgewiesene Parkplätze und blockiere keine Zufahrten.

Auf der Tour

Naturschutz
Lebe den Grundsatz konsequent: Lass nichts zurück als deine Spuren, und nimm nichts mit ausser deinen Eindrücken.
Beachte unbedingt Hinweise zu Schutz- und Schongebieten.
Lasse Hunde im Waldbereich nicht frei laufen.

Fauna und Flora
Weiche dem Wild nach Möglichkeit aus und umgehe Futterstellen. Beobachte Tiere aus gebührender Distanz. Wähle Biwakplätze sorgfältig und abseits von Tierspuren.
Durchquere Waldgebiete möglichst auf Wegen oder vorhandenen Routen (Spuren der Vorgänger). Vermeide Abfahrten durch den Wald. Begehe keine Aufforstung und keinen Jungwuchs.
Halte dich nur kurz im Bereich der Waldgrenze auf (dem Lebensraum des Birkhuhns) und wähle deine Route nicht parallel zur Waldgrenze.
Schone im Frühjahr die Grenzbereiche Schneedecke-Gras, die besonders empfindlich sind

Naturerlebnis
Geniesse die winterliche Stille und störe sie selbst nicht unnötig.
Baue kleine Naturbeobachtungen ein.
Nimm deine Autorität als Leiter wahr – nicht nur in Bezug auf die Sicherheit, sondern auch in Bezug auf das Verhalten gegenüber der Natur!

Viel Freude und Erfüllung auf deinen Touren!
Schweizer Alpen-Club SAC,
Ressort «Schutz der Gebirgswelt»

Kletterkodex

Liebe Kletterin, lieber Kletterer,

Willkommen im Jura!

Die Felsen und Flühe des Juras sind kleine Juwelen noch intakter Natur, Inseln von «Wilderness» in unserer zivilisierten Naturlandschaft, vom Menschen bisher noch ungestört, nur den Gesetzen der Evolution gehorchend.

Eine spektakuläre und zum Teil sehr seltene Flora hat sich in den Schuttfluren, in den Wänden, Nischen, Ritzen und auf den Fluhköpfen entwickeln können. Tundrapflanzen, die seit der letzten Eiszeit nur an den Flühen vom vorrückenden Wald nicht verdrängt wurden.

«Unsere» Felsen sind auch Lebensraum seltener Lebewesen wie Wanderfalken, Kolkraben, Uhus, Eidechsen, Schlangen und der immer seltener werdenden Fledermäuse. Alle sind hochspezialisierte Lebewesen, die nicht ausweichen können, wenn wir sie von ihren Plätzen verscheuchen.

Wir Kletterer sind Konkurrenten dieser einzigartigen Mitgeschöpfe. Klettern und Naturschutz müssen sich aber nicht ausschliessen. Deshalb haben sich die Kletterkreise der Region zur IG KLETTERN BASLER JURA zusammengeschlossen und den BASLER KLETTERKODEX geschaffen.

Wir bitten alle Besucher der Felsen, sich an diese Verhaltensregeln zu halten, für ein Gleichgewicht zwischen Klettern und Naturschutz und nicht zuletzt auch zum Schutze unseres ganzheitlichen, faszinierenden Klettersportes.

IG Klettern Basler Jura

Kletterkodex

  • Ich benütze, wenn immer möglich, öffentliche Verkehrsmittel oder das Velo und halte mich an Fahrverbote. Dies schützt unsere Umwelt.
  • Ich benütze die bestehenden Zu- und Abstiegswege. Dies verhindert Erosion und ermöglicht eine reichhaltige Flora.
  • Ich halte mich konsequent an Kletterverbote und saisonale Felssperrungen. Brütende Vögel zum Beispiel sind extrem störanfällig.
  • Ich schone bewusst Pflanzen und Tiere. Viele Felsen sind letzte Wildniszonen für Flora und Fauna.
  • Ich benütze die Umlenkstellen und steige nicht über die Fluhköpfe aus. Die Felskopf-Flora ist besonders empfindlich und selten.
  • Routen saniere ich zurückhaltend und im Charakter der Erstbegehung. Wenn möglich in Absprache mit Erstbegehern und der regionalen Sanierungsstelle.
  • Ich mache keinen unnötigen Lärm. Radiomusik und lautes Rufen stört Tiere und KletterkollegInnen. Ich beklaue nicht meine Kolleglnnen und andere KletterInnen. Auch belassene Karabiner und Seile lasse ich hängen.
  • Bei meinen Neuerschliessungen hat auch die Natur eine Stimme. Ich überlege mir zweimal, ob es sich lohnt, wenn ich «putzen» muss.
  • Ich mache Feuer nur bei eingerichteten Feuerstellen und zelte schonend. Jede neue Feuerstelle zerstört den Boden für Jahre.
  • Ich lasse keinen Abfall zurück und nehme keine Souvenirs mit. Die Natur ist kein Mülleimer.

Gastprinzip

Als Gast in der Natur unterwegs – was heisst das?

Wir sind in der Natur zu Gast. Wie führen wir uns im Hause des Gastgebers auf? Gehen wir ungefragt in jedes Zimmer? Sind wir bereit, bestimmte Räume nicht zu betreten, weil wir dort stören würden? Ja, wir respektieren die Privatsphäre! Genauso sollten wir uns in der Natur verhalten. Dann wird sie uns als Gastgeberin noch lange willkommen heissen und verwöhnen!

Programm

SAC Baselland – Programm „Bergsport und Umwelt“
Infos beim Umweltbeauftragten:

Roman Meier, Schwerzgrubstrasse 11, 8903 Birmensdorf ZH Tel. 044/463 24 45

Links

Schweiz

Schweizerischer Nationalpark

Eidg. Forschungsanstalt WSL

BUWAL (Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft), Bern

Modellregion Göschenen

Umweltseite der Geschäftsstelle SAC

Bergwaldprojekt

Region Basel

IG Klettern

Naturforschende Gesellschaft Baselland

Mineralienfreunde Basel

Diskussionsplattform zum Thema Klettern und Naturschutz

Amt für Wald beider Basel (Waldentwicklungspläne)

SAC Aufklärungskampagne „RespekTIERE deine Grenzen“

Schneeschuhlaufen, Freeriden, Snowboardtourenfahren und Skitourenfahren haben stark zugenommen und sich zu Trendsportarten entwickelt. Der Druck auf die Naturschutzgebiete in abgelegenen Regionen hat stark zugenommen. Die Sportler sind sich oft nicht bewusst, was ihr Verhalten bei Fauna und Flora anrichtet. Sie müssen für die Anliegen der Natur sensibilisiert werden.

Der SAC hat deshalb die Initiative ergriffen und führt mit dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) eine schweizweite Sensibilisierungskampagne mit wichtigen Partnern aus den Bereichen Tourismus/Outdoor-Sport, Behörden, Schutzorganisationen und Forschung durch.

Webseite der Kampagne