PW oder ÖV –
das ist hier die Frage! Nach einer vierstündigen Fahrt mit Zug und Postauto starteten wir in bester Laune, bei strahlendem Sonnenschein und brütender Hitze an der Haltestelle „Göschenen, Abzw. Voralp“ in Richtung Voralphütte. Während des zweieinhalbstündigen Aufstiegs konnten wir bereits unser morgiges Ziel bewundern: das Sustenhorn über den Ostgrat. Ein Anblick, der die Vorfreude weckte und uns mental perfekt auf das bevorstehende Abenteuer einstimmte!
Sustenhorn Ostgrat 2. Tag
Früh marschieren wir los. Es erwartet uns eine lange Tour und wir sind gespannt auf die Schlüsselstelle beim Einstieg in den Ostgrat, die nach einem Felsausbruch viel schwieriger geworden ist.
Bei Tagesanbruch sind wir am Felsriegel und es geht in schöner Kletterei hoch auf den Gletscher und dann eben an diese vieldiskutierte Schlüsselstelle mit den neu montierten Fixseilen.
Ups, schaffe ich das? Dank kräftigem Ziehen vom Andi bin schlussendlich auch ich oben und genussvoll geht es weiter über den Grat bis auf den Gipfel des Sustenhorns. Wir haben länger gebraucht als vermutet, aber wir haben es geschafft! So ein tolles Gefühl!
Der Abstieg über die Chelenalphütte auf die Göscheneralp ist der Ausdauertest, den alle bestehen, müde und geschafft, aber zufrieden.
Ganz herzlichen Dank an Severin für die ruhige, kompetente Führung und für die Heimfahrt, an Andi für die Organisation und das «Ziehen» an der Schlüsselstelle und an alle für die gute Kameradschaft.
Das war ein perfekter Bergtag. x-mal musste diese Tour wegen schlechten Verhältnissen verschoben werden. Heute hat es geklappt! Grosse Dankbarkeit an alle Beteiligten! Für die Heimreise genossen wir dann den Luxus eines PW’s.
Text: Judith und Daphné
Photos: Daphné, Margrit, Thomas, Severin, Andi
