Leitung: Renate Bosshard
Teilnehmende: 12
Datum: 7. -14. August 2026
Seniorenwanderwoche im Puschlav 2026
Am Freitag 7. August trafen wir uns fast vollständig zur längeren Anreise nach Poschiavo im Zug in Zürich auf unseren reservierten Plätzen. Ganz pünktlich verlief diese Reise nicht, aber dank freundlicher Hilfe von Mitarbeitenden der Räthischen Bahn/Postauto gings auch über Chur weiter, und wir trafen mit kleiner Verspätung alle zusammen in Poschiavo ein, um im Croce Bianco eine Gazpacho zu essen. Einzige Enttäuschung war die Temperatur: kaum kühler als in der Region Basel! Nach dem Dorfrundgang mit Umgebung war es Zeit um das Picknick für Samstag und Sonntag zu besorgen, die Zimmer im ehemaligen Frauenkloster zu beziehen und zum Nachtessen ins Croce Bianco zu spazieren.
Am nächsten Morgen mussten wir früh aufbrechen zur ersten Wanderung. Der Rufbus brachte uns zum Ausgangsort der Rundwanderung vorbei an Bergblumen, Ziegen und wenigen Kühen und den Bergseen! Ja, die Bergseen waren ein besonderes Highlight. Die Seen sind so zahlreich, dass ich den Überblick über deren Zahl verloren habe. Auch die Brunnen in Poschiavo und unterwegs wurden getestet und waren für eine Abkühlung bereit.
Da die Temperatur auch im Puschlav weiterhin nicht moderater wurde, war die Planung der Wanderungen für Renate, unsere Wanderleiterin, nicht einfach: es musste nebst Hitze auch mit Gewittern gerechnet werden, die sich ja bekanntlich in den Bergen noch heftiger entwickeln können! Auch diese Herausforderung hat Renate mit Bravour gemeistert. Nur ein einziges Mal mussten wir unseren Regenschutz ausgraben für den Rest der Wanderung. Leider fiel dabei das Bad im Saoseo-See weg. Martin las am Vorabend das Märchen «Die Blauen Blumen» vom Berggeist und dem Mädchen, das die blauen Blumen am Saoseosee fand, und so entstand die Farbe des Sees. Die blaue Farbe konnten wir trotzdem bewundern.
Uber alle durchgeführten Wanderungen wird Renate berichten, aber zur Unterkunft wäre noch zu erwähnen, dass wir im ehemaligen Frauenkloster untergebracht waren (meine ersten Nächte hinter Gittern) und jeweils zum Frühstück und Abendessen im Hotel Croce Bianco durch den wunderschön restaurierten Dorfkern spazieren durften. Dieses Hotel ist seit langem in Familienbesitz, das erfuhren wir am letzten Abend beim Apero im kleinen Weinkeller gestiftet von zwei Teilnehmerinnen.
Nicht zu vergessen ist der Besuch der Camera Obscura auf der Bernina Passhöhe, sie befindet sich im Unterhaltsturm des Tiefbauamts Graubünden auf der Bernina-Passhöhe und kann im Sommer bei gutem Wetter besucht werden. Mit dem Museum in Poschiavo mit der Sonderausstellung über die Zuckerbäcker aus dem Tal, die es auf der weiten Welt zu Ruhm und Reichtum gebracht haben, den wunderschönen Webereierzeugnissen und vieles mehr schliesse ich die Aufzählung der Highlights vorläufig. Wir alle haben diese 8 Tage sehr genossen. Alle unsere Wünsche und Bedürfnisse wurden erfüllt oder übertroffen. Wir danken Renate für die stets sorgfältige Planung und Durchführung ganz herzlich.
Sandy Cohen Roth
Touren:
(1) Dorfrundgang und kleine Rundwanderung zur s. Pietro Kapelle: 3 km; Auf-, Abstieg: 175 m; 1 Std.
(2) Pescia Bassa – Lagh dal Mat -Lagh de la Regina – Pescia Bassa: 12 km; Auf-, Abstieg 860m; 5 Std.
(3) Cavaglia (Gletschergrotten) – Selva; 12 km; Aufstieg: 370m; Abstieg: 627m; 4 Stunden
(4) Cavaglia – Lagh Palü – Sassal Mason – Lago Bianco – Ospizio Bernina: 11 km; Aufstieg: 850m Abstieg: 285m; 5Std.
(5) Ospizio Bernina -Lagalpumrundung-Ospizio Bernina
(6) Alp Camp – Lagh da Val Viola -Pass Viola – Plan da la Genzana – Lagh da Saoseo – Lungacqua: 10 km; Aufstieg: 500 m ; Abstieg: 580m; 4 Std.
(7) Bernina Ospizio – Piz Campasc – Ospizio Bernina (Camera Obscura) : 7 km; Auf-, Abstieg: 420m; 3 Std
(8) Le Prese – Poschiavo: 6.5 km; Aufstieg: 290m; Abstieg: 240 m; 2 1/2 Std.
Fotos diverse Teilnehmende
