Samstag: Scudellate – Caviano: +385m, -287m, 3 – 4 Stunden / Sonntag: Caviano – Castel San Pietro: +0m, -470m, 2 Stunden; Meride – Monte San Giorgio – Meride: +530m, -530m, 4 Stunden
Die Fahrt vom Baselbiet nach Mendrisio und Scudellate war lang, aber kurzweilig. Vor dem Abmarsch genossen wir auf der Terrasse der Osteria in Scudellate bei angenehmer Temperatur erfrischende Getränke. Dann wanderten wir eine Weile auf der rechten Talseite des Valle Muggio bis zur Mittagspause. Teilweise verlief der Weg in steilen Hängen. Wir hörten röhrende Geräusche. Waren das Saurier, die aus dem Fossilienmuseum in Meride entwichen? Leider nicht, es waren «nur» drei bis vier röhrende Hirsche. Dann ging’s auf und ab Richtung Capanna Caviana. Unterwegs sahen wir eine Nevetera aus Stein mitten im Wald, vermutlich handelt es sich um einen Eiskeller. Später sahen wir einen Turm mit wenigen Fenstern. Eine Rückfrage bei Leuten vor Ort ergab, dass es sich um eine Art Vogelkäfig handelt. Eingefangene Vögel wurden dort eingesperrt, bis sie verspeist wurden. Der Empfang in der Capanna Caviano war herzlich. Geschlafen wurde in zehn Einzelbetten in einem Schlafsaal, die mit frischer Wäsche bezogen waren.
Am Sonntag nahmen wir nur den Abstieg nach Castel San Pietro und von Meride auf den Monte San Giorgio unter die Füsse. Dazwischen müsste man die etwas triste Industrielandschaft mit Autobahn und Geleisen durchwandern. Meride ist ein hübsches Tessinerdörfchen, erstaunlich ist, dass es so nahe bei Mendrisio fast intakt überlebte. Vom Monte San Giorgio hatten wir einen phantastischen Blick auf den Lago di Lugano und das Malcantone. Auf dem Weg zurück nach Meride konnten wir die Fundstellen der Saurierversteinerungen sehen. Die Fossilien finden sich in Schieferschichten. Zum Besuch des Sauriermuseums in Meride reichte es nicht. Ein kurzer Blick in das von Mario Botta entworfene Gebäude war aber doch möglich. Ein Besuch lohnt sich sicher. Für die Rückfahrt ins Baselbiet konnten wir den Zug zum Glück schon in Lugano besteigen. Wir waren nicht die einzigen, die das Wochenende im Tessin verbrachten.
