Abfahrtsorientierte Skitourentage in Davos vom 5. bis 7. März 2026

Teilnehmende: Marcel Corpataux, Judith Meister, Urs Brunner, Bruno Rickenbacker, Cécile Sifrig, David Neugebauer (TL), Marco Poltera (BF)

Hier ein paar Stimmen von den Teilnehmenden:

Mit einem gut eingespielten Führer Duo kamen wir alle voll auf unsere Rechnung.

Bei frühlingshaften Bedingungen befürchteten wir schon, dass wir kaum gut fahrbare Hänge finden werden. Doch Marco, unser Bergführer, fand in allen drei Skigebieten (Parsen, Pischa und Jakobshora) stets optimale Hänge.

Von Pulver, leicht aufgeweicht jedoch nicht gedeckelt, bis hin zu griffigen Feuchtschnee war alles dabei. Ein Genuss für uns alle 😊.

Ein besonderes Highlight war der Besuch vom WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF.

Zu unserem Erstaunen beschäftigt sich das weltweit anerkannte Institut nicht nur Schnee und Lawinen.

Ihr Motto lautet: Heute forschen für Mensch und Umwelt in einer Welt im Wandel (Schnee / Lawinen / Naturgefahren / Gebirgsökosysteme und Permafrost). Mit eindrücklichen Videos und Vorzeigemodellen wurden uns die Naturgewalten mit ihren Auswirkungen vorgeführt. Neben der Schnee- und Lawinensituation zeigte uns der SLF-Wissenschaftler auch die Auswirkungen vom veränderten Permafrost. Hautnah wurden uns auch die unterschiedlichen Gegebenheiten (Gesteinsformationen, Wassereinschluss, Technologien der Gesteinsbewegungen etc.) Bondo, Val Roseg, Brienz, Blatten, Kandersteg u.a. eindrücklich geschildert.

Das Institut mit ca. 130 Mitarbeitern ist heute eine weltweit anerkannte Fachstelle zur Bannung von Naturgewalten.

In den vergangenen 15 Jahren war ich fast nur mit mir seit langen Bekannten SAC-Mitglieder unterwegs. Es erstaunt und überrascht mich immer wieder, wie individuell wir Menschen sind.

Jeder Tag war einzigartig, sehr vielseitig und für mich wunderschön. 

Hervorheben möchte ich das Anstehen an der Parsennbahn am ersten Tag. Doch der kleine Schock verflog bei der ersten Abfahrt.

Marco ist toll. Ein lokaler Führer ist das Tüpfchen auf dem i. Er suchte und wählte für uns die allerbesten Abfahrts-Varianten. Die Talabfahrt am 1.Tag konnte Marco nicht einsehen und er wagte sie trotzdem!

Führung SLF nicht durch einen Lawinen – Spezialisten! Znüni, Mittag, Zobe, Pausen waren rar am ersten Tag.

Unsere Gemeinschaft: Sehr harmonisch, grosses Altersspektrum (30-77), was unterhaltsam war. Wir hatten es immer lustig zusammen. Die verschiedenen Charaktere und Altersklassen waren harmonisch zusammen unterwegs.

Im Zug nach Abfahrt in Lanquart hat Bruno sein Schnappslädeli, gebastelt aus einer alten Plastikflasche Perwoll, ausgepackt und viererlei Hochprozentiges angeboten – alles sehr fein. Da Bruno sehr sparsam ist, hat er die kleinen Degustationsgläsli aus Plastik wieder eingesammelt, um sie zu reinigen und für einen nächsten Einsatz bereit zu haben.

Neben dem goldigen Händli für dies besten Hänge und idealen Schnee (meistens), hat Marco immer gut erklärt, wieso er diese oder jene Hangexposition gewählt hat, und wie er das Lawinenrisiko einschätzt – mit Begründung.

Der 3. Tag hat mir im wunderschönen Rüedisch Tälli bei herrlichem Pulverschnee am besten gefallen. Leider wurden hier die Anforderungen vom Bergführer Marco nicht ganz erfüllt: SAC-Schwünge einer wie der andere nah beieinander 😉! Dieses Ziel wurde verschiedentlich durchkreuzt (s. Bilder).

Gewisse Akrobatikeinlagen fanden gebührende Bewunderung 😊.

  • 1. Tag: Freeriden im Skigebiet Parsen, Weissfluhjoch. Abfahrshöhenmeter 4600 (!), Hänge mit verschiedenen Expositionen (vor allem Ost-, aber auch Nordhänge) und von Sulz bis Bruchharsch.
  • 2. Tag: Pischahorn 2980, Abfahrtshöhenmeter 1900, Aufstieg 700 Hm, Ost- und Südhänge mit Sulz. Führung im SLF Davos.
  • 3. Tag: Jakobshorn 2453, Rossboden 2613, Ruedisch Tälli 2158, Tällihora 2684, Dischmatal Teufi 1700, Abfahrtshöhenmeter 1500, Aufstieg 700 Hm, von Sulz- bis Pulverschnee alles angetroffen.