Hüttentour durchs Lechquellengebirge

Samstag, 3. Juli – Freitag, 9. Juli 2021

Tourenleiterin: Regina Zweifel
Teilnehmende: Marie-Louise Berger, Max Bissig, Doris Bitterli, Bruno Brunner, Monika Hübscher, Tom Meier, Eleonora Spasojevic, Sonja Schibli, Isabelle Wirth, Brigitte Wyden, Ruedi Zweifel

Als SAC-Neuling und Tourenbericht-Unerfahrene folgen nach einer Kurz-Beschreibung der von Regina geplanten Touren einige Eindrücke und Erinnerungen.

Samstag, 3. Juli 2021 / Lech – Ravensburger Hütte
Sonntag, 4. Juli 2021 / Ravensburger Hütte – Freiburger Hütte
Montag, 5. Juli 2021 / Freiburger Hütte – Göppinger Hütte
Dienstag, 6. Juli 2021 / Göppinger Hütte – Biberacher Hütte
Mittwoch, 7. Juli 2021 / Biberacher Hütte – Franz Josef Hütte
Donnerstag, 8. Juli 2021 / Franz Josef Hütte – Freschenhaus / Ausfall wegen Regen
Freitag, 9. Juli 2021 / Freschenhaus –Emser Hütte–Ebnit / Ausfall wegen Regen

Schön war’s!

Obwohl uns das Wetter häufig einen Strich durch die Rechnung machte und wir doch eher selten dem Plan folgen konnten, war die Tourenwoche aus meiner Sicht ein voller Erfolg. Nicht nur konnte ich als Sektions-Neuling die Wandergruppe in entspannter Atmosphäre kennen und schätzen lernen. Es gab auch (immerhin!) drei regenfreie Tage zu geniessen (will heissen, wir erreichten die Hütte trocken, danach ging es los mit der Sintflut), ein paar Mal konnten wir uns sogar vom atemberaubenden Panorama beeindrucken lassen. Vor allem war es beruhigend zu erleben, wie kompetent und gelassen Regina als Tourenleiterin auf jede neue Herausforderung reagierte und immer eine neue, sichere Route fand. Schliesslich mussten wir die Tour doch einen Tag früher als geplant abbrechen und konnten die letzte Hütte nicht besuchen. Die Wettergötter meinten es einfach nicht gut mit uns, trotz der sich immer wieder meldenden, kurzen “blauen Störungen”.

Der rutschige Abstieg im Schlamm wird mir trotzdem positiv in Erinnerung bleiben, ebenso wie die kurzen Kletterpartien, denn es war immer ein erfahrener Hase wie Tom oder Häsin Monika da, um die Unsichereren unter uns durch den Kessel zu lotsen und Tipps zu geben. Man schaute gut zueinander und Regina schaltete Pausen ein, wenn der Frischling bei 900 m steilem Aufstieg in der prallen Sonne (ja, es gab EINEN Sonnentag!) nach Luft und Wasser japste. Brigitte schien immer bereit auf den müden Neuling zu warten und Doris wusste den richtigen Zeitpunkt, um mit Gesprächen abzulenken.

Es lief uns zwar nur ein Rost-Steinbock über den Weg, dafür umringte sich Bruno mit 280 Schweizer Schafen, die Murmeltiere liessen sich häufig blicken und hören und es fiel uns ein fast vollständig gerupfter Vogel vom Himmel direkt vor die Füsse. Wir sahen einen Hasen ausbüxen und einen Fuchs davon hoppeln, der definitiv kein Hase war (egal, was Max dazu sagt…). Was die erblickten oder erklommenen Gipfel betrifft, so ist mir namentlich nur der Mehlsack in Erinnerung geblieben – der in etwa so aussieht, wie er heisst.

Die Österreicher beeindruckten uns mit ihrer Gastfreundschaft, allerlei Sorten Knödeln, Käsesuppe, Spätzle, Marillenkuchen und den riesigen Portionen. Nicht einmal wir hungrigen Wanderer kamen gegen diese Teller Spaghetti Bolognese an. Mutig wurde gar zu sechst der Kampf mit einer einzigen Portion wunderbarem Kaiserschmarren aufgenommen und Marie-Louise gewann diesen schliesslich in der dritten Runde (am nächsten Tag war der Kaiserschmarren nach dem Frühstück zum Znüni endlich besiegt). Bei Käserin Marianne gab es unterwegs frische Molke und Ruedi durfte mit Fachwissen auftrumpfen und den Käsekeller besichtigen. Dagegen hatten Isabelles Biberli keine Chance…

Leicht entrüstet waren wir jedoch alle über eine Eigenheit des Deutschen Alpenvereins, dem die Hütten gehören: Man hat als SAC-Mitglied das Recht einen Liter Teewasser zu bestellen – muss aber den dazugehörigen Teebeutel selbst mitbringen. Bestellen kann man ihn nicht, und auch der Marschtee morgens kostet extra. Unsere Botanik kundigen Fachfrauen wie Sonja wussten sich schnell zu helfen und pflückten ihren Kräutertee unterwegs einfach selbst.

Es bleibt mir nichts als Regina für die Recherche, Rekognoszierung, sichere Leitung und angenehmen Gespräche zu danken. Ebenso bedanken wir uns alle bei Max Bissig für die tollen Fotos.

Wie gesagt: Schön war’s!

Die Berichtschreiberin
Nella (Eleonora)

 

Bilder von Max Bissig