Pré Petitjean – La Theurre – Saignelégier

Wir beginnen am 13. Februar 2019 unsere Wanderung mit 20 TeilnehmerInnen bei Prachtswetter in Pré Petitjean. Ein chinesisches Sprichwort sorgt gleich für heitere Stimmung: „In einem guten Wort steckt für drei Winter Wärme. Ein böses Wort verletzt wie sechs Monate Frost.“

Auf unbegangenen Pfaden stapfen wir durch den prächtigen Pulverschnee. Wir geniessen die Weite der Landschaft, die mit Schnee überzuckerten Tannen und das Funkeln der Schneekristalle in der Sonne.

Unser Weg führt uns in abgelegene Gegenden. Die Namen zweier Weiler „Le Petit Bois Derrière“ und „Le Gros Bois Derrière“ lassen uns ahnen, dass wir uns quasi am Ende der Welt befinden. Kein Mensch weit und breit. Aber viele Tierspuren im Schnee zeigen uns, dass diese Gegend bewohnt ist. Ein Sinn-spruch des französischen Philosophen Charles de Montesquieu richtet unsere Blicke  auf die knorrigen Bäume, die majestätisch in der Schneelandschaft stehen: „Die Blätter fallen jeden Winter von den Bäumen. Fünf oder sechs bleiben am Baum hängen und werden zum Spielball der Winde.“ In der abwechslungsreichen, romantischen Schneelandschaft nimmt man die Mühen des Schneestapfens gerne auf sich.

In der „Auberge de la Couronne“ in La Theurre geniessen wir ein feines Mittagessen.

Inzwischenn ist es wärmer geworden, und man denkt schon ein wenig an den kommenden Frühling. „Wie Samen, die unter der Schneedecke träumen, träumen eure Herzen vom Frühling. Vertraut diesen Träumen, denn in ihnen verbirgt sich das Tor zur Unendlichkeit.“ (Khalil Gibran)

Unser letztes Wegstück führt uns über La Cerlatez zum Teil wieder durch Schneefelder nach Saignelé-gier, wo unsere Wanderung endet. Zum Abschluss noch ein Weisheitsspruch von Khalil Gibran: „Die Blumen des Frühlings sind die Träume des Winters.“

Andreas Fankhauser