Skitour in Prättigau «St Antönien, Partnun»

Tourenbericht  St. Antönien – Flexibilität statt Gipfelglück

Teilnehmer: Oliver, Denise, David, Kathrin, Jürg und Christoph

Geplant waren ursprünglich drei anspruchsvolle Tagestouren mit Pickel, Steigeisen und Sitzgurt Unternehmungen, die neben Kondition auch gute Verhältnisse vorausgesetzt hätten. Doch wie so oft in den Bergen bestimmte nicht der Plan. Bereits im Vorfeld zeichnete sich eine erhöhte Lawinengefahr ab. Schweren Herzens entschieden wir uns deshalb, die Tour auf zwei Tage zu verkürzen und nur leichte Touren zu unternehmen.

Am ersten Tag starteten wir vom Parkplatz Rüti unsere Skitour in Richtung Spitzenbüehl. Leichter Schneefall begleitete uns beim Aufstieg durchzogen von kurzen Aufhellungen, die die winterliche Landschaft in ein stimmungsvolles Licht tauchten. Die Gespräche waren lebhaft, und trotz der angepassten Ziele war die Motivation hoch. Dank dem Gespür von Oli führte er uns eine Abfahrt zum Grosslaub, ein Volltreffer! Nach dem Genuss folgte ein Wiederaufstieg in den Boller.

Mit einem Schneeprofiel im Gelände, konnten wir die aktuelle Situation vor Ort noch besser einschätzten und die Altschneeproblematik genau erkennen. Die zusätzliche Anstrengung wurde mit schönen Schwüngen belohnt ein rundum gelungener Tourentag.

Am Abend studierten wir aufmerksam das Lawinenbulletin. Die Prognosen für den Folgetag verhießen nichts Gutes.

Mehr Neuschnee und zunehmende Gefahr zwangen uns, verschiedene Szenarien durchzuspielen. Am Morgen bestätigte sich die Vorhersage: Rund 30 cm Neuschnee. Die Betreiber in Partnun informierten uns zudem über ihre Absicht, das Tal im Verlauf des Morgens für Wintersportler zu sperren, da weiterer Schneefall erwartet wurde. So entschied die Gruppe, dass wir das Tal verlassen und leider die Tour abbrechen.

 

Die Gruppe bedankt sich bei unserem erfahrenen Tourenleiter Oli für die sichere Tour. Leider blieben uns die geplanten Touren vorenthalten und konnten nicht an das Gipfelglück vom letzten Jahr anknüpfen. Die Erinnerungen an die Pulverschnee-Schwünge bleiben und die Vorfreude auf eine Neuauflage im nächsten Jahr ist jetzt schon gross.

Christoph Roth