Datum: 29. – 31. Juli 2026
Route: 1. Tag Etappe 19 Tannalp-Tällihütte / 2. Tag Etappe 20 Gadmen – Sustenpass / 3. Tag Abstieg ins Meiental
Teilnehmende: Heidy, Tom, Marianne, Renate, Martina, Sandy, Marie-Louise, Vally, Alex, Georg, Luzia, Martin
Tourenleiterin: Regina Zweifel
Unsere Anreise auf die Melchsee-Frutt verlief problemlos. Dort erwartete uns der Frutt-Zug, welcher uns auf die Tannalp brachte. Wir starteten gemächlich mit einem Abstieg zur Kaffeepause im Hotel Engstlenalp. Von dort ging der Weg aufwärts, zuerst nur sanft bis zum Engstlensee mit Blick über das schimmernde Wasser zum Jochpass und ins Titlisgebiet. Auf dem aussichtsreichen Höhenweg, mit Blick ins stille Gental und zu den Berner Oberländer Gipfeln zieht sich der Weg hoch durch die abschüssige Bergflanke. Das Sätteli rückt schon näher, dies ist der Übergang ins Gadmertal. Die Felsformationen dort erinnern an die Dolomiten im Südtirol und werden «Hasli-Dolomiten» genannt. Vom Sätteli aus geniesst man eine grossartige Aussicht, Fels und Eis, Wald und Weiden, Engelhörner bis Finsteraarhorn und Sustenhorn. Der Abstieg zwischen den Felsbändern ist steil und anspruchsvoll und alle freuten sich auf das kühle Getränk in der Tällihütte. In dieser schönen Unterkunft mit viel Aussicht genossen wir ein feines Nachtessen im Gartenrestaurant und eine ruhige Übernachtung.
Am zweiten Tag findet das Frühstück auch wieder outdoor statt, wir haben drei Tage bestes Sommerwetter gebucht. Den Abstieg nach Gadmen lassen wir aus und nehmen das Tälli-Bähnli ins Tal. Von dort erwartet uns ein zünftiger Aufstieg zum Via Berna – Ziel auf dem Sustenpass. Von Gadmen führt der Weg auf die alte Passroute, vorbei an Alphütten und Schafherden taucht man ein in eine urtümliche, wilde Berglandschaft. Die Passstrasse, welche man am Anfang noch hört, wir übertönt vom Lärm der Bergbäche, welche jetzt bei dieser Sommerhitze von allen Seiten ins Tal stürzen.
Dieser alte Sustenweg gilt als eine der schönsten Passrouten in der Schweiz. Seit der Instandstellung im Jahr 1993 kann man abseits vom Verkehr dem alten Passweg folgen. Die Landschaft ist einzigartig und man erhält Einblick in die Technik der damalingen Wegebauer.
Im Hotel Steingletscher genossen wir ein feines Zmittag. Die restlichen Höhenmeter wanderten wir mit Blick zum Susten- und Gwächtenhorn, zum Steingletscher, Steinsee und auch mit Blick zu «unserer» Tierbergli-Hütte. Das Ende der Via Berna nahte und am «Ziel-Fels» machten wir ein Gruppenbild. Bravo SAC-BL-Senioren, gut gemacht!
Im Pass-Restaurant gabs nun Gründe zum Anstossen: Auf die 20 zurückgelegten Etappen durch den ganzen Kanton Bern und auf Roland Eglin, welcher die Idee zur Durchführung und viele Etappen selbst organisiert hatte. Prosit Roland und herzlichen Dank für dein SAC-Engagement!
Für die Übernachtung stiegen wir vom Pass zum Susten Hospiz auf, eine «ältere Herberge», wo wir eine ruhige Nacht verbrachten. Am letzten Tag Abstieg ins grüne Meiental, wo uns in der Besenbeiz Aderbogen ein Plättli und Urner-Gastfreundschaft erwartete und kurz nach Eintreffen ein kräftiges Gewitter.
Tief beeindruckt von der Susten-Bergwelt mit den tosenden Wassern, von der Passweg-Baukunst und von der historischen Bedeutung dieser Strecke reisten wir zurück ins Baselbiet.
Fotos: versch. Teilnehmende
