32. Wintersportwoche in Pontresina vom 31. Januar – 07. Februar 2026
Bei meist sonnigem und mildem Wetter durften 30 Seniorinnen und Senioren eine abwechslungsreiche Wintersportwoche im Engadin erleben.
Untergebracht waren wir traditionsgemäss im Sporthotel Pontresina. Wir wurden mit reichhaltigem Frühstücksbuffet und 4-Gang- Abendmenü verwöhnt.
Mit den wechselnden Tischnachbarn und innerhalb der ganzen Gruppe fand ein reger Austausch statt. Es wurden Pläne für die Unternehmungen des folgenden Tages geschmiedet und so starteten nach individuellen Interessen und Absprachen die meist täglich neu gemischten Gruppen vom Standort Pontresina aus. Der passende Bus oder die Rhätische Bahn brachten uns zum gewünschten Ausgangspunkt der Tour.
Gleich am Sonntag durften die Schneeschuhtürler eine herrliche Tour erleben.
Unter der Führung von Margrit Roth ging es – mit Lawinenausrüstung – von Bernina Suot aus sanft aber beständig ansteigend 450 Höhenmeter das Val dal Fain hinauf zur Alp la Stretta. Dort genossen wir das Picknick in der Sonne und nahmen dann den Abstieg unter die Füsse. Leichter pulvriger Schnee machten die Tour zu einem tollen Erlebnis. Gleichzeitig zeigten die vielen Abrutschstellen am Gegenhang die fragile Lawinen- und Schneesituation. Weitere Schneeschuhtouren wurden von Madulain nach Zuoz sowie Rundtouren von Sils Maria und Maloya aus unternommen. Am Mittwoch begleitete uns Schneefall was hauptsächlich in den bewaldeten Abschnitten zu einer speziellen ruhigen und friedlichen Stimmung führte.
Die Winterwanderer waren von Bever durchs Val Bever nach Spinas unterwegs, ebenso ging es von Sils Maria durch den Schluchtenweg oder teils mit der Kutsche ins Fextal und zurück. Weiter wurde von Pontresina aus durch den Stazer Wald nach St. Moritz oder ins Rosegtal gewandert. Auch hier bot sich die Möglichkeit ein Weg mit einer Kutschenfahrt zu erleben.
Das Highlight war der Aufstieg von der Station Morteratsch zu den Gletscherhöhlen bei strahlendem Sonnenschein. Dank der Infos auf den Schrifttafeln am Wegrand wandert man durch die Geschichte des Rückzuges des Gletschers und der Veränderung der Landschaft seit der kleinen Eiszeit von 1860. Auch die Gletschertorsituation hat sich seit dem letzten Jahr erheblich verändert. Die von der Natur geschaffenen Eisskulpturen, Höhlen und Tunnel beeindruckten uns erneut und zeigten die Gewalt von Natur, Wind und Wetter.
Die Langläufer unter uns waren eigeninitiativ in den verschiedenen Tälern unterwegs.
Die Tourenskifahrer wurden von Gerhard Roth und Peter Dieffenbach geführt. Dabei waren sie in unterschiedlichen Gruppengrössen an 5 von 6 Tagen unterwegs. Die zum Teil recht dünne Schneedecke und die aufgrund der Altschneeproblematik rel. heikle Lawinensituation schränkten die Tourenmöglichkeiten etwas ein. Neben dem Piz Arpiglia und dem Muntischè wurde zu einigen kleineren z.T. namenlosen Zielen aufgestiegen.
Bei allen Touren liessen wir uns unterwegs oder am Ende in den diversen Restaurants verwöhnen und genossen Geselligkeit und Ferien.
Zurück im Hotel konnten die beanspruchten Muskeln im Wellnessbereich mit div. Saunen, Dampfbad, Whirlpool und Ruheraum mit Blick in die Bergwelt gepflegt werden.
Grosszügigerweise wurden wir von der Hotelleitung zu einem Begrüssungsapéro in der Bar und Mitte Woche zu einem reichhaltigen Apéro im altehrwürdigen Weinkeller des Hauses eingeladen.
Für die verschiedenen geselligen Spiele in kleineren und grösseren Runden wurde uns ein Raum im 1. Stock zur Verfügung gestellt. Diese Gelegenheit nutze nur ein Bruchteil unserer Gesellschaft aber es wurde viel gelacht.
Hier gab es auch am letzten Tag einen Apéro sowie Rück- und Ausblick auf das nächste Jahr.
Margrit dankte Vally Strub, die uns auf der Hinfahrt mit Nusszopf und Kaffee verwöhnte, sowie den Tourenleitern und wir dankten ihr für die gute Organisation und das offene Ohr für jedes Anliegen.
Das Carunternehmen Sägesser aus Wintersingen konnte für die Hin und Rückfahrt verpflichtet werden. In ruhigem angenehmem Fahrstil chauffierte uns der junge Chauffeur Kevin über die verkehrsreichen Autobahnen und den schneefreien Julierpass.
Wir dürfen uns schon auf nächstes Jahr freuen. Dann findet die Wintersportwoche vom 30.1-6.2.2027 wieder in Pontresina statt.
Bericht: Marianne Hasler
Fotos: von vielen Teilnehmern
Die Fotos sind nicht sortiert und nicht kommentiert, geben aber einen guten Eindruck, was in einer polysportiven Winterwoche alles so unternommen, beobachtet oder auch genossen werden kann.
